Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement und Selbsthilfe; Beantragung einer Förderung
Zweck und Gegenstand
In Deutschland wird die überwiegende Zahl von Pflegebedürftigen zu Hause von Angehörigen und nahestehenden Personen gepflegt. Hierbei gelangen häuslich Pflegende oft an die Grenze ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit, weshalb der Freistaat Bayern Angebote zur Unterstützung im Alltag fördert, um einer Überforderung entgegenzuwirken. Um unterstützende Angebote weiter auszubauen und neue innovative Konzepte zu entwickeln, fördert Bayern auch den Auf- und Ausbau ehrenamtlicher Strukturen und der Selbsthilfe in der Pflege.
Zuwendungsempfänger
Gefördert werden können Sorgenetzwerke, Schulungen und Fortbildungen von ehrenamtlich Tätigen, weitere Angebote zum Aus- und Aufbau von Gruppen ehrenamtlich Tätiger und sonstiger zum bürgerschaftlichen Engagement bereiter Personen sowie Angebote der Selbsthilfe in der Pflege.
Zuwendungsfähige Kosten
Gefördert werden können die Kosten des Angebots.
Art und Höhe
Die Zuwendung erfolgt im Rahmen einer Projektförderung.
Die Förderung erfolgt angebotsabhängig zu pauschalierten Sätzen, wie in den Hinweisen zum Vollzug der AVSG Teil 8 Abschnitt 5 bis 8 näher bestimmt.
Die Förderung ehrenamtlicher Strukturen und weiterer Angebote nach § 45c SGB XI erfolgt zu gleichen Teilen durch den Freistaat Bayern und die kommunale Gebietskörperschaft einerseits sowie die soziale und private Pflegeversicherung andererseits. Die soziale und private Pflegeversicherung verdoppelt also die Förderung des Freistaats Bayern und der kommunalen Gebietskörperschaft.
Die Förderung der Selbsthilfe nach § 45d SGB XI erfolgt zu 25% durch den Freistaat Bayern und die kommunale Gebietskörperschaft sowie zu 75% durch die soziale und private Pflegeversicherung. Die soziale und private Pflegeversicherung verdreifacht also den Betrag, den der Freistaat Bayern und die kommunale Gebietskörperschaft für die Förderung der Selbsthilfe nach § 45d SGB XI bereitstellen.
Die einzelnen Voraussetzungen für die Anerkennung und Förderung solcher Angebote sind in Teil 8 Abschnitt 6 und 8 der AVSG und den Hinweisen zum Vollzug der AVSG Teil 8 Abschnitt 5 bis 8 geregelt. Abhängig von der Art des Angebots ist die Erfüllung jeweiliger Qualifizierungs- und Qualitätskriterien nachzuweisen.
Der Antrag ist schriftlich oder elektronisch beim Bayerischen Landesamt für Pflege zu stellen. Die bereitgestellten Vordrucke sind zu verwenden.
Die Förderung erfolgt ohne Rechtsanspruch im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.
Die Antragstellung muss in der Regel bis 31.12. des dem Förderjahr vorangehenden Jahres erfolgt sein.
- ggf. Satzung und Vereinsregisterauszug
- Nachweis des Versicherungsschutzes
- Schulung und Fortbildung (der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer)
- Weitere Informationen für eine Antragstellung finden Sie auf der Homepage des Bayerischen Landesamtes für Pflege.
keine
- Förderantrag auf Bewilligung einer staatlichen Zuwendung für ehrenamtliche Strukturen und weitere Angebote nach § 45c SGB XI sowie Teil 8 Abschnitt 6 der Verordnung zur Ausführung der Sozialgesetze (AVSG)
- Musterkonzept Sorgenetzwerke für regionale Alzheimer Gesellschaften
- Förderantrag auf Bewilligung einer staatlichen Zuwendung für Selbsthilfekontaktstellen nach § 45d SGB XI sowie Teil 8 Abschnitt 8 der Verordnung zur Ausführung der Sozialgesetze (AVSG)
- Musterkonzept für Selbsthilfekontaktstellen
- Förderantrag auf Bewilligung einer staatlichen Zuwendung für Selbsthilfeorganisationen und -gruppen nach § 45d SGB XI sowie Teil 8 Abschnitt 8 der Verordnung zur Ausführung der Sozialgesetze (AVSG)
- Erklärung zum Antrag auf Gewährung einer Förderung als DAWI-De-minimis-Beihilfe nach der Verordnung (EU) Nr. 2023/2832
- Erklärung Subventionserhebliche Tatsachen bzgl. ehrenamtlicher Strukturen
- Erklärung Subventionserhebliche Tatsachen bzgl. Selbsthilfe
- Ausgabenübersicht
- Verwendungsnachweis über die staatliche Zuwendung für ehrenamtliche Strukturen
- Verwendungsnachweis über die staatliche Zuwendung für die Selbsthilfe
Verwaltungsgerichtsprozess; Informationen
verwaltungsgerichtliche Klage
Stand 19.02.2026
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (siehe BayernPortal)