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September 2019

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Un­ter­schrif­ten­lis­ten gegen die Ein­la­ge­rung von Cas­to­ren über­ge­ben

Delegation aus Niederaichbach zu Gast in Berlin

Wie bereits in den örtlichen aber auch überörtlichen Medien berichtet, wehrt sich die Gemeinde Niederaichbach gegen die Einlagerung von Castoren aus den Wiederaufbereitungsanlagen Sellafield (Großbritannien) und La Hague (Frankreich).
Im vergangenen Winter wurde dazu eine Unterschriftensammlung gestartet: Über 50.000 Bürgerinnen und Bürger - nicht nur aus der Region, sondern auch aus den Nachbarlandkreisen und sogar anderen Bundesländern - haben gegen die Einlagerung unterschrieben.

Die Unterschriftslisten wurden persönlich am Dienstag, 23.07.2019 durch eine kleine Delegation aus Niederaichbach im Umweltministerium in Berlin an den Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth übergeben. Im anlässlich dieser Übergabe stattfindenden Gespräch wurde allerdings schnell deutlich, dass an der Grundsatzentscheidung über die Einlagerung an den Zwischenstandorten Biblis, Brokdorf, Philippsburg und Isar wohl schwerlich zu rütteln sein wird. Dies sei parteiübergreifend unter der Zustimmung sämtlicher Länder eben so entschieden worden.

Bürgermeister Klaus betont aber: "Keines der ausgewählten Zwischenlager in Deutschland verfügt über die sicherheitstechnischen Voraussetzungen, den über zig Jahrtausende absolut tödlichen, hoch radioaktiven Atommüll dauerhaft sicher zu lagern. Und die Gefahr, dass aus einem Zwischenlager ein Endlager wird, ist enorm".

Diese Sorge - so die Ausführungen des Ministeriums - sei allerdings unbegründet. Es werde mit Hochdruck an der Endlagersuche gearbeitet. Auch der Abtransport der Castoren könne jederzeit gewährleistet werden.

Die Unterschriftslisten werden nun dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet. Ob hier mit mehr Erfolg gerechnet werden kann, ist zweifelhaft.
Nichtsdestotrotz wird die Gemeinde Niederaichbach weiterhin alles uns Mögliche unternehmen, um eine weitere Einlagerung zu verhindern.