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Ju­bi­lä­um 1.200 Jahre Hüt­ten­ko­fen

Ende Juli konnte ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert werden: 1.200 Jahre Hüttenkofen. Wegen der Corona-Pandemie verschoben aus dem letzten Jahr war es endlich möglich, das Jubiläum gebührend zu feiern.

Nach einem von Pfarrer Höllmüller gestalteten Festgottesdienst in der Kirche St. Jakobus, musikalisch begleitet vom Chor der Pfarreiengemeinschaft Niederaichbach-Oberaichbach-Wörth/Isar, segnete Pfarrer Höllmüller die Fahrzeuge rund um das Kirchenareal und verteilte unter den Anwesenden eine „Prayer-Box“.

Anschließend an einen kleinen Sektempfang begrüßte Bürgermeister Klaus die Festgäste im Gasthaus Scheugenpflug.

 

Dabei hob Bürgermeister Klaus die interessante und bedeutsame Vergangenheit des Ortes hervor und präsentierte nicht nur Bilder aus vergangenen Zeiten, sondern spannte einen Bogen bis zur Neuzeit. Erstmals erwähnt wurde Hüttenkofen im Jahr 821, als Sigfrid von Englbrechtsmünster seine Besitzungen in Hüttenkofen als Erbe an das Benediktinerkloster St. Emmeram in Regensburg übertrug. Der Name Hüttenkofen soll sich von „Hittinkouen“, in etwa zu übersetzen mit „armselige Hütte“ ableiten. So lebten die Menschen in Hüttenkofen über Jahrhunderte hinweg hauptsächlich von der Landwirtschaft. Bereits im Mittelalter gewann Hüttenkofen als Sitz des Gerichtshofes an Bedeutung. Von der ehemaligen Gemeinde Hüttenkofen, mit eigener Polizeistation und Gerichtsgebäude, zeugen viele gut erhaltene Dokumente, die Bürgermeister Klaus in Ausschnitten präsentierte. Erst im Jahr 1971 wurde Hüttenkofen im Zuge der Gebietsreform in das Gemeindegebiet Niederaichbach eingegliedert. Untermalt mit vielen Bildern schilderte Bürgermeister Klaus die bewegte Vergangenheit Hüttenkofens, von der Bronzezeit über die Kriegsjahre bis hin zu aktuellen Bildern.

Anschließend referierte Otmar Reiter, Mitglied der Interessensgemeinschaft Heimatmuseum, über die Hügelgräber bei Lehen, die aus der Bronzezeit stammen. Leider sind von ursprünglich 80 Hügelgräbern nur noch 30 sichtbar und fielen über Jahrzehnte hinweg Grabplünderungen zum Opfer. Zum Abschluss seines Vortrages erzählte Herr Reiter eine erheiternde Anekdote über das alte Pfarrhaus, einen Polizisten und einen Kasten Bier.

Pfarrer Höllmüller betonte in seiner Ansprache die geschichtsträchtige Entwicklung der Gemeinde und referierte über die Pfarreienzugehörigkeit der Kirche St. Jakobus. Bevor die Kirche im Jahr 2001 in die Pfarrei Niederaichbach  eingegliedert wurde, war sie bis 1952 Nebenkirche von Wörth a.d.Isar und anschließend zugehörig zur Pfarrei Niederviehbach.

Abschließend stellte Bürgermeister Klaus das Buch „1.200 Jahre Hüttenkofen – Eine kleine Reise durch die Zeit“ vor. Dabei dankte Bürgermeister Klaus der Autorin Sylvia Mischko, die in diesem Buch durch viele gut recherchierte Berichte, Anekdoten und Dokumente aus längst vergangenen Zeiten die Geschichte wieder lebendig werden lässt. Unentgeltlich und ehrenamtlich hat Frau Mischko unzählige Stunden in die Recherchen sowie in das Verfassen des Buches investiert und ein Werk geschaffen, das Zeugnis längst vergangener Zeiten ist.

Ein geselliges Zusammensein mit vielen ehemaligen und derzeitigen Einwohnern Hüttenkofens sowie zahlreichen Gästen aus Nah und Fern schloss diesen feierlichen Abend gebührend ab.

Sie erhalten das Buch über Hüttenkofen von Sylvia Mischko in der Gemeindeverwaltung zu den üblichen Öffnungszeiten.